Das Zahlenland für Grundschulkinder

Die “Stundenbilder zu den Zahlenländern 1 bis 10” von Gerhard Preiß (auch genannt “Zahlenland 3”) richten sich an Schülerinnen und Schüler in der ersten Klasse der Grundschule. Sie schlagen eine methodische Brücke zwischen dem natürlichen Lernen kleiner Kinder und dem am Schulbuch ausgerichteten Mathematikunterricht. Durch den ganzheitlichen Ansatz, die inhaltliche Breite und durch die methodische Vielfalt wird jedes Kind auch emotional angesprochen und seiner Begabung entsprechend gefordert und gefördert.

“Alle Stundenbilder von Zahlenland 3 sind fächerverbindend angelegt und von einem ganzheitlichen Konzept geprägt, bei dem Wahrnehmung, Bewegung und insbesondere auch Sprachförderung ständige Begleiter des Lernens sind.” Prof. Gerhard Preiß

Hinweis: Die Stundenbilder wenden sich an alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig davon, ob alle Kinder der Klasse, ein Teil der Klasse oder keines der Kinder Zahlenland 1 und 2 im Kindergarten besucht haben.

“Die Schüler haben viel gelernt. Ihnen wurde auf leichte und spielerische Weise das ‘Land der Zahlen’ näher gebracht und ‘schmackhaft’ gemacht. Ich habe zum ersten Mal nach 25 Dienstjahren eine Klasse, in der es so viele Kinder gibt, die Mathe mögen und wirklich gerne rechnen. (…) ‘Zahlenland’ im ersten Schuljahr anzubieten, ist meiner Meinung nach sehr empfehlenswert, da es eine äußerst lohnenswerte und vor allem auch nachhaltige Sache ist.” Almut Vaitl, VS Sonthofen a. d. Berghofer Straße

“Mein Fazit: Mathematik mit dem Allgemeinwissen und der Lebensumwelt der Kinder auf diesem Wege zu verbinden, bringt jedem Kind auf seiner Entwicklungsstufe eine großartige Motivation und auf jedem Fall einen Wissens- und Könnenzuwachs.”
Jana Loth, DPFA-Regenbogen-Schulen Sachsen

Das Schulbuch begleitend

Das Zahlenland für die Grundschule versteht sich als begleitende Ergänzung zum ausgewählten Schulbuch. Es bleibt der pädagogischen Kunst der Lehrerinnen und Lehrer überlassen, wie sie für ihre Klasse die reichhaltigen Anregungen aus dem Zahlenland mit der Verwendung des Schulbuchs zeitlich und inhaltlich kombinieren. Wir empfehlen, eine Doppelstunde pro Woche (90 Min.) den Aktivitäten im Zahlenland zu widmen. Nach den bisherigen Erfahrungen werden durch eine solche Kombination die Bildungsziele in Mathematik rascher und für mehr Kinder erreicht.

Die Erprobungen zu den Stundenbildern erfolgten an mehreren Grundschulen in den Jahren 2008 bis 2010. Im gesamten Zeitraum bestand eine enge Entwicklungskooperation mit der Sportgrundschule der Freiburger Turnerschaft (B.-W.), die das Zahlenland in ihr Schulkonzept integriert hat (Weblink:  Konzept “Was uns bewegt” auf www.ft1844-freiburg.de) und die SchülerInnen von der ersten bis zur vierten Klasse mit den Unterrichtsmaterialien von Zahlenland Prof. Preiß begleitet (vgl. Blogeintrag “Mathe mit Herz, Hand und Fuß”).

Jennie, 7 Jahre, Klasse 2: „Weißt du, was komisch ist? Eigentlich mag ich Mathe überhaupt nicht, aber das Zahlenland finde ich toll. Weil da nicht nur gerechnet wird, sondern ganz viele andere Sachen gemacht werden.“
Adrian, 6 Jahre, Klasse 1: „Mathe finde ich blöd, aber das Zahlenland ist mein Lieblingsunterricht und da rechne ich auch gerne!“

Svenja Lommer, Gerhard Preiß und Cathrin Sippel mit einer Klasse der FT Sportgrundschule Freiburg

Gerhard Preiß, Svenja Lommer-Steinhoff und Cathrin Sippel mit einer Klasse der FT Sportgrundschule Freiburg

Kompetenzen

Zum Öffnen des Dokuments "Komptenzen" (pdf) bitte auf das Bild klicken

Zum Öffnen des Dokuments “Komptenzen” (pdf) bitte auf das Bild klicken

Die Erlebnisreisen durch die Zahlenländer verfolgen das Ziel, neben fachspezifischen Kompetenzen sowohl fachübergreifende als auch allgemeine Kompetenzen aufzubauen: Kompetenzen (pdf), Auszug aus den Stundenbildern 6 bis 10)

Die Schülerinnen und Schüler besuchen jedes der zehn Zahlenländer zweimal (2 x 90 Min.). Sie begegnen der ZAHL (von der Lehrerin/dem Lerher gespielt), die dort herrscht, und lernen Tiere und Pflanzen des Landes kennen. Zuerst aber müssen sie den Torwächter (von einem Kind gespielt) dazu bringen, sie in sein Land zu lassen.

Den Besuch der Zahlenländer 1 bis 5 (10 Doppelstunden) schlagen wir für das erste Schulhalbjahr vor (Schulbeginn bis Weihnachten), den Besuch der Zahlenländer 6 bis 10 (10 Doppelstunden) für das zweite Schulhalbjahr. Die Reise endet schließlich mit einem Sportfest im Zehnerland.

  • Der Seestern

Es ist naheliegend, dass die Erforschung der Zahlenländer nur durch viel Bewegung gelingen kann.

Bewegung ist klug und tut gut

In allen Tätigkeitsfeldern wird Bewegung als unverzichtbares und durchgehendes Prinzip des Lernens behandelt. Dabei soll Bewegung sowohl als äußere körperliche als auch als innere vorgestellte und gedankliche aufgefasst werden.

Das Konzept Zahlenland 3 betrachtet Bewegung als dienende, das Lernen stets begleitende und stützende Funktion. Prof. Gerhard Preiß

Zahlreiche Beweungselemente und -spiele unter dem Motto “Bewegung ist klug und tut gut” durchziehen die Stundenbilder. Beispiele: Spazierung mit der ZAHL, Abklatschen und Willkommensgruß, Rudern, Bewegungsgedicht »Ein Bäumchen, winzig klein«, Bewegungsspiele zu den Tieren und Pflanzen wie z. Bsp. Eintagsfliege und Flamingo, Der Kuckuck im Zweierwald, Der Siebenschläfer-Oberschreck und vieles mehr…

  • Abklatschen

Fünf Schlüsselideen

Fünf Schlüsselideen, die in besonderem Maße geeignet sind, Kindern die Welt der Zahlen zu erschließen, verdichten das ganzheitliche und erlebnisorientierte Konzept:

  1. Strukturierte Wahrnehmung,
  2. Stützen für das Gedächtnis,
  3. Schau genau!
  4. Ein geometrischer Blick,
  5. Die Zehn, das Maß für Zahlen.

Wie dies in den Erlebnisreisen durch die Zahlenländer geschehen soll, wird in den beiden Leitfäden “Stundenbilder zu den Zahlenländern 1 bis 5” und “6 bis 20” konkret ausgeführt und in speziellen Hinweistafeln zusammengefasst.

Lernmotivation bei Mädchen und Jungen

Wie kann Motivation für das Lernen im Fach Mathematik erreicht werden? Kann das Projekt Zahlenland einen Beitrag leisten, um eine höhere Motivation bei Jungen und bei Mädchen zu erreichen?

Diesen Fragen ging Susanne Beckers in einer Projektstudienarbeit an der Steinbeis Hochschule Berlin nach. Die empirische Untersuchung wurde im Schuljahr 2012/2013 in den ersten Klassen der Grundschule Rettenberg durchgeführt.

“Die untersuchungsleitende Frage, ob die Motivation beeinflusst wird, kann bejaht werden. Die positive Wirkung des Projektes [Zahlenland 3 von Prof. Gerhard Preiß] wurde sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen durch Befragung nachgewiesen. (…) Geschlechtsunterschiede ließen sich bei beiden untersuchten Gruppen beobachten. Wobei die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen in der Zahlenlandgruppe wesentlich geringer waren als in der Kontrollgruppe.
Die überwiegende Mehrheit der Kinder in der Zahlenlandgruppe, 93% der Jungen und 88% der Mädchen, wies Mathematik bei der Befragung den höchstmöglichen positiven Wert zu. 73% der Jungen und 65% der Mädchen wählte die Mathematik unter ihre drei liebsten Schulfächer.
Demgegenüber wurde in der Kontrollgruppe Mathematik der höchstmögliche positive Wert bei den Jungen nur mit 64% und bei den Mädchen mit 50% zugewiesen. 65% der Jungen und 39% der Mädchen wählten die Mathematik unter die drei liebsten Schulfächer.”

Quelle: Susanne Beckers: Zahlenland nach Prof. Preiß – Untersuchung der Lernmotivation für das Fach Mathematik nach dem ersten Grundschuljahr, Projektstudienarbeit Steinbeis Hochschule Berlin, 20.5.2013, Seite 14, Kapitel “Fazit”
Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie als pdf-Dokument unter >> zur Zahlenland-Studie auf www.erzieherin.de

Persönliche Einschätzung: “Durch ‘Zahlenland’ hat Mathematik in meiner Klasse einen hohen Stellenwert erworben. Das zeigt nicht nur das Ergebnis der Schülerfragebögen, sondern auch die Freude, mit der die Kinder an mathematischen Aufgaben heran gehen. Eine wichtige Erfahrung ist für mich auch, dass sowohl Jungen als auch Mädchen von Mathe begeistert sind. Durch ein völlig angstfreies Herangehen an das Rechnen und das Wecken der Emotionen, kann ich auch bei Mädchen keine Abneigung gegen das Fach Mathematik feststellen.” Hubert Hofmann, GS Rettenberg, 2012

“Die Resonanz der Eltern war durchweg positiv, oder auch neutral. Wenn Kinder zu Haus vom Zahlenland erzählten, dann seien sie begeistert gewesen und wollten v.a. am Zahlenland -Tag nicht krank sein. Auch Kinder, die im Elternhaus wenig berichteten, freuten sich bereits zu Hause, wenn sie Torwächter sein durften.” Edeltraud Stampfer, GS Rettenberg, 2012

Schülerblätter

Sorgfältig konzipierte Schülerblätter sorgen durch Wiederholung und Vertiefung für die Nachhaltigkeit des Unterrichts. Kopiervorlagen für diese Schülerblätter sind in den Lehrerhandbüchern enthalten.

Rückmeldungen und Erfahrungen

zum Öffnen der Rezension (pdf) bitte auf das Bild klicken

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Silvia Luger-Linke, AT-4134 Putzleinsdorf

“Mathematik wird nicht gelehrt, Mathe wird erlebt und somit ‚begreifbar’ gemacht. Ein hervorragendes Konzept, das sich im Zahlenland III wieder spiegelt. Der handelnde, erlebnis- und bewegungsorientierte, emotionale Ansatz von Prof. Preiß zeichnet das gesamte Zahlenland III aus. So wird das Lernen im Zahlenland für Kinder und Pädagogen eine Abenteuerreise.”
>> Weblink: Vollständige Rezension von Silvia Luger-Linke (pdf)

“Das Zahlenland 3 mit seinen Materialien bereitet den Lehrern und den Kindern viel Freude und die Handreichungen bieten eine Arbeitserleichterung für die Pädagogen.” Jana Loth und das Team der Freien Grundschule Regenbogen Leipzig

Edeltraud Stampfer, GS Rettenberg, Befragung durch Susanne Beckers (2012, Auszug)

Als positiv habe ich empfunden:

  • immer der gleiche Wochentag und stets der gleiche Ablauf
  • ganzheitlicher Ansatz: Bewegung, Spiel, Lied, geometrischer Aspekt, Kreativität war gefragt beim Einlass ins Zahlenland, sachkundliche Verknüpfung (hier waren die Tiere ganz besonders beliebt), …
  • Jedes Kind nutzte den Zahlenweg selbstverständlich. Er wurde nicht als “Hilfsmittel” empfunden. Jedes Kind hatte ein Erfolgserlebnis am Zahlenweg. Auch eine Differenzierung war möglich durch Überlegen mit geschlossenen Augen. (…) Am Ende dieser ersten Klasse stelle ich fest, dass mehrere Kinder, wenn sie zwei Würfelziffern haben, auch schon Malaufgaben nennen oder aufschreiben – manchmal mit dem Zusatz “Die Aufgabe kann man machen, aber ich weiß das Ergebnis noch nicht.”.
  • Insbesondere einer meiner Schüler ist am Ende der ersten Klasse im Rechnen so sicher geworden, wie ich es mir zu Beginn des Schuljahres nicht hätte träumen lassen, da er eine sehr wenig ausgeprägte Zahlvorstellung besaß und auch etliche Ziffern nicht kannte – hier hat sicher auch die Einzelförderung durch Frau Beckers geholfen (Differenzierung im zweiten Teil der Doppelstunde).
Hubert Hofmann, GS Rettenberg. Befragung durch Susanne Beckers (2012, Auszug)
  • Der Aufbau der Unterrichtsstunden entsprach stets den gleichen Ritualen.
  • Die Ernennung der 2 Torwächter für jede Unterrichtseinheit durch die Schüler war sehr begehrt. Auch die Besetzung durch jeweils ein Mädchen und einen Jungen kam dem Gerechtigkeitsanspruch der Kinder entgegen. Ein weiterer Aspekt, der zum Gelingen beitrug, war der rhythmisierte Gang in einen eigenen „Zahlenland-Raum“. Das Herausgehen aus dem gewohnten Klassenzimmer erhöhte die Erwartung und die Konzentration.
  • Um in das jeweilige Zahlenland von 1 bis 10 zu kommen, mussten verschiedene Aufgaben gelöst werden. Die Kinder erfanden teilweise sehr kreative Möglichkeiten, um die Torwächter zu überzeugen und Einlass zu erhalten.
  • Das Rechnen mit Plus und Minus, bzw. Multiplikation war für viele Kinder eine Herausforderung. Es war erstaunlich, mit welchen Zahlen und in welchem Zahlenraum die Kinder bereits rechneten. Somit konnten die Schüler ihr mathematisches Vorwissen einbringen und stolz auf ihre Leistungen sein.
  • Das Klatschen der Zahlen sprach das Bewegungsbedürfnis an und kam einer wichtigen Forderung der Mathematikunterrichts entgegen: Rechnen und Bewegung.
  • Dazu war es sehr wichtig, einzelne Bewegungsspiele im Bewegungsraum durchführen zu können.
  • Ein weiterer Punkt, der die emotionale Seite berücksichtigte, war die Verbindung zwischen Zahlen und konkreten Dingen aus der Natur. Auch hier konnten die Kinder ihr Vorwissen einbringen, wenn es um Tiere und Pflanzen ging. Natürlich war nicht immer eine “orginale Begegnung” mit den Dingen möglich, dafür wurde dann Bildmaterial zur Verfügung gestellt.
  • Eine Differenzierung ermöglichte die Aufteilung der Klasse für eine bestimmte Phase der Einzelarbeit auf den Klasslehrer und die Projektleiterin.
Almut Vaitl, VS Sonthofen a. d. Berghofer Straße, Befragung durch Susanne Beckers (2012, Auszug)
  • Besonders gern haben die Kinder auf dem Zahlenweg gerechnet. Mich hat gewundert, dass sie vor allem Malaufgaben auswählten und wirklich gut rechnen konnten. Erstaunlich auch zu erleben, wie sie von den ‘kleineren’ Malaufgaben auf die ‘größeren’ schlossen und sich somit ganz eigenständig eigene Rechenwege erschlossen. Dass sie das Prinzip wirklich verstanden hatten, zeigte dann auch die Multiplikation anhand der Mengensäckchen.
  • Insgesamt ziehe ich eine absolut positive Bilanz.

Bücher und Material

Zum Handwerkszeug gehören neben Alltagsmaterial (Säckchen, Bälle, Seil u.a.) folgendes:

  • die beiden Handbücher zum Zahlenland für die Grundschule
    • Gerhard Preiß: Stundenbilder zu den Zahlenländern 1 bis 5, Kennst du mich und mein Land?, Kirchzarten 2009, ISBN 978-3-941063-02-0, 128 Seiten
      Eine Erlebnisreise vom Einerland zum Fünferland. Zehn Stundenbilder für das erste Halbjahr in Klasse 1 inkl. »Mein Zahlenländer-Buch Eins bis Fünf« mit 25 Schülerblättern als Kopiervorlage auf CD-Rom,
    • Gerhard Preiß: Stundenbilder zu den Zahlenländern 6 bis 10, Kennst du mich und mein Land?, Kirchzarten 2010, ISBN 978-3-941063-03-7, 148 Seiten
      Eine Erlebnisreise vom Sechserland zum Zehnerland. Zehn Stundenbilder für das zweite Halbjahr in Klasse 1 inkl. »Mein Zahlenländer-Buch Sechs bis Zehn« mit 25 Schülerblättern als Kopiervorlage auf CD-Rom und Sportfest im Zehnerland,
  • die Bilderbücher zu den “Geschichten aus dem Zahlenland 1 bis 5” und “Geschichten aus dem Zahlenland 6 bis 10”,
  • das Materialset zallalla 3.1 mit dem Zahlenweg von 1 bis 20 und dem Zubehör für die Zahlenländertore, Artikel-Nr. 4407-01,
  • Stofftier Eule Silberfeder,
  • Stabmaterial für die Zauberhafte Geometrie mit ebenen Stabfiguren, z. Bsp. Bausatz Platonische Körper, Artikel-Nr. 4407-23

Informationen und Bestellung: www.zahlenland-shop.de/ZahlenlandSchule

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